– Blogbeitrag –

DIE ROLLE DES SYNDIKUS-STEUERBERATERS IM UNTERNEHMEN

Einfluss und Relevanz

Die Welt der Steuern kann oft komplex und verwirrend sein. In diesem Kontext spielt die Figur des Syndikus-Steuerberaters eine bedeutende Rolle. Aber was genau steckt hinter diesem Begriff, und welche Verantwortung trägt ein Syndikus-Steuerberater?

Ein Syndikus-Steuerberater ist ein Steuerexperte, der in einer Anstellung bei einem nicht berufsständischen Arbeitgeber (wie einem Unternehmen oder Verband) tätig ist. Er steht für steuerrechtliche Anliegen zur Verfügung und wird oft auch als „Inhouse-Steuerberater“ bezeichnet.

Der heutige Beitrag befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen, die sowohl dem Syndikus-Steuerberater als auch dem betreffenden Unternehmen bewusst sein sollten.

Bedeutung und Schwerpunkte:

Syndikus-Steuerberater erweisen sich durch ihre Fachkompetenz und Fertigkeiten als unverzichtbare Partner in der Unternehmensstrategie. Ihre Tätigkeitsbereiche gliedern sich beispielsweise in die nachfolgenden Aufgaben gemäß § 33 StBerG:

 

  • Unterstützung bei Umstrukturierungen durch die Ausarbeitung von steuereffizienten Strategien und die Minimierung steuerlicher Risiken.
  • Gewährleistung der Einhaltung sämtlicher steuerlicher Vorschriften und Gesetze. Überwachung von Steuerfristen, eigenständige Erstellung von Steuererklärungen und Prävention von steuerlichen Risiken.
  • Steuerrechtliche Beratung zu betriebsrelevanten Themen, wie Vertragsverhandlungen, Compliance-Fragen und anderen steuerrechtlichen Anliegen.

Chancen und Herausforderungen:

Für zahlreiche Steuerberater ist die Arbeit für und in einem Unternehmen aus verschiedenen Gründen reizvoll. Neben der persönlichen Identifikation mit dem Unternehmen, steht oftmals der Wunsch zugrunde, sich auf einen einzigen Mandanten – das Unternehmen – zu konzentrieren und die Abläufe von Anfang bis Ende begleiten zu können. Ebenso reizvoll ist die Chance, die direkten Auswirkungen der getroffenen Entscheidungen zu erleben und nicht lediglich als externer Berater aus der Ferne agieren zu müssen. Zusätzlich lockt die langfristige Perspektive, sich innerhalb des Unternehmens oder Konzerns weiterzuentwickeln, anstatt ausschließlich auf „Kernsteuerthemen“ beschränkt zu sein. Viele Kandidaten sehen den Wechsel von der Steuerkanzlei in die Unternehmenswelt auch als Möglichkeit zur Verbesserung der Work-Life-Balance und zur erhöhten Planbarkeit ihrer Arbeit.

Es existieren diverse Gründe, aus denen jemand möglicherweise nicht die Richtung eines Syndikus-Steuerberaters einschlägt. Diese Wahl ist von individuellen Vorlieben, Zielen und Umständen abhängig. Als interner Experte innerhalb eines Unternehmens könnten Sie in gewissem Maße von den Zielen und Leitlinien des Unternehmens abhängig sein. Dies könnte Ihre Unabhängigkeit in Beratung und Gestaltung begrenzen. Im Gegensatz zu unabhängigen Steuerberatern bietet die Position eines Syndikus-Steuerberaters möglicherweise weniger direkten Kontakt mit Mandanten und begrenzte Möglichkeiten zur Vernetzung. Auch die begrenzte Vielfalt an Klienten kann für einige als Einschränkung empfunden werden. Dennoch sollte angemerkt werden: Der Übergang zu einer Unternehmensposition muss nicht zwingend einen finanziellen Rückschritt bedeuten. Stattdessen kann es ein wirklicher Karriereschritt nach vorne sein.

Die Nachfrage nach Inhouse-Steuerexperten ist hoch, aber die Frage, wann der beste Zeitpunkt für einen Wechsel ist, stellt sich oft. Es wird empfohlen, das Steuerberaterexamen auf der Beraterseite abzulegen, da dort in der Regel bessere Fördermöglichkeiten bestehen und Arbeitsausfälle einfacher kompensiert werden können. Die meisten Steuerberater wechseln innerhalb von zwei Jahren nach Bestehen der mündlichen Prüfung, da diese Berufserfahrung auf Unternehmensseite am häufigsten gefragt ist.

Versorgungswerk:

Steuerberater zahlen ins Versorgungswerk ein, um ihre spätere Altersversorgung zu sichern – eine berufsständische Einrichtung für bestimmte Berufe, wie z.B. für Steuerberater. Einzahlungen gewähren individuellen Anspruch auf die Altersrente. Während der aktiven Berufstätigkeit zahlen Mitglieder die Beiträge in einen Fond, aus dem dann die Rentenzahlungen erfolgen.

Vorteile können beispielsweise eine berufsspezifische Absicherung, Steuervorteile, Solidarität oder Unabhängigkeit von staatlichen Systemen sein. Der wesentliche Unterschied zur Deutschen Rentenversicherung ist dieser: Es sind zwei komplett verschiedene Altersvorsorgesysteme in Deutschland – die Rentenversicherung ist staatlich für alle, das Versorgungswerk nur für spezifische Berufe. Die Beiträge und Leistungen variieren.

Wenn Steuerberater sich dazu entschließen, die Beratung zu verlassen und sich einer neuen Herausforderung in einer Inhouse-Funktion zu stellen, benötigen sie den Syndikus-Status, um die attraktiven Leistungen des Versorgungswerks beibehalten zu können.

Ernennung:

Die Ernennung zum Syndikus-Steuerberater liegt im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Steuerberaterkammer, die im Bezirk der geplanten beruflichen Niederlassung des künftigen Syndikus-Steuerberaters ansässig ist. Dort ist auch der offizielle Antragsvordruck für die Bestellung zum Steuerberater erhältlich.

Die Ernennung als Syndikus-Steuerberater setzt voraus, dass innerhalb des bestehenden Anstellungsverhältnisses spezifische steuerberatungsbezogene Aufgaben gemäß § 33 StBerG wahrgenommen werden.

Der Steuerberater muss sowohl in rechtlicher als auch in praktischer Hinsicht befähigt sein, den Beruf des Steuerberaters parallel zu seiner Anstellung auszuüben. Eine ausschließliche Beschäftigung bei einem einzigen Unternehmen oder Verband ist nicht gestattet. Daher ist die Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich, um dem Syndikus-Steuerberater die parallele Ausübung seiner Tätigkeit als Steuerberater neben seiner Anstellung zu gestatten. Die Anzahl der Stunden, die ein Syndikus-Steuerberater im selbstständigen Verhältnis arbeiten muss, variiert je nach den individuellen Umständen und den Anforderungen seines Arbeitsplatzes. Es gibt keine festgelegte Standardstundenzahl, die für alle Syndikus-Steuerberater gilt. Die Arbeitszeit kann von Faktoren wie der Kanzleigröße, den Mandantenanforderungen, den regionalen Vorgaben und persönlichen Vereinbarungen abhängen.

Die Erfüllung dieser Kriterien muss durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers sowie gegebenenfalls durch zusätzliche Unterlagen (wie Arbeitsvertrag oder Stellenbeschreibung) nachgewiesen werden.

Der Syndikus-Steuerberater muss eine berufliche Präsenz als Steuerberater etablieren. Diese kann in einem eigenen Büro, in den privaten Wohnräumen oder sogar in den Arbeitsräumen des Arbeitgebers sein, sofern dort die Gelegenheit zur selbstständigen Ausübung der steuerberatenden Tätigkeit besteht und der Arbeitgeber damit einverstanden ist. Außerdem muss der Syndikus-Steuerberater eine individuelle Berufshaftpflichtversicherung abschließen.

Karriereplanung:

Schließlich liegt die Entscheidung, ob Sie den Weg zum Syndikus-Steuerberater einschlagen möchten oder nicht, in Ihren persönlichen Karrierezielen, Interessen und Werten begründet. Es ist von Bedeutung, die Vor- und Nachteile sorgsam abzuwägen, um eine fundierte Wahl zu treffen.

Im ersten Schritt sollten vorerst klare Ziele und Etappen festgelegt werden. Welche langfristigen Ziele streben Sie an? Welche Zwischenziele können oder müssen erreicht werden?

Dank unserer langjährigen Fachkenntnis und unserem Branchenwissen sind wir gerne bereit, Sie bei dieser individuellen Karriereplanung zu unterstützen und bieten Ihnen eine kostenfreie Beratung an. Zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen:

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*Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen & personenbezogenen Wörtern wird die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.

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